Odysseus – Daímōn oder Hḗrōs?

 

Seine Taten während seiner Irrfahrt und Heimkehr unter strafrechtlichen, physikalischen, anthropologischen, faunistischen und botanischen Aspekten

 

Odysseus ist eine Figur, die das europäische Selbstverständnis des Helden nachhaltig geprägt hat. Aber selbst zu seiner Lebzeit war er umstritten, was seine Moralmaßstäbe anging. Eine ähnliche Hybris strahlt dem gegenwärtigen Leser entgegen. Also war es an der Zeit, sich auf die Suche zu begeben, wie sich sein Verhalten nach heutigen strafrechtlichen; und damit also moralisch fast absoluten Maßstäben darstellt. War Odysseus also doch eher ein schurkischer Dämon als ein strahlender Held?

 

„Odysseus dürfte im Strafprozess eine lebenslange Freiheitsstrafe erhalten.

Daneben dürfte das Gericht die anschließende Sicherungsverwahrung anordnen, da er infolge eines Hanges zu erheblichen Straftaten, namentlich solchen, die die Opfer seelisch und körperlich schwer schädigen, für die Allgemeinheit gefährlich ist.“

 

 Die Untersuchung ist als klassisches strafrechtliches Gutachten aufgebaut und erläutert einführend auf Grundlage modemer Physik, warum eine Straftat im Einstein-Universum sogar nach Tausenden von Jahren geahndet werden kann. Den Tatkomplexen ist die metrische Übersetzung von Johann Heinrich Voß vorangestellt. Es wird versucht die historischen Fakten zu ergründen. Dabei gibt es grob vereinfacht zwei Lager. Das eine Lager ist der Ansicht, dass sich die lrrfahrt allein im Mittelmeer durch griechische Seefahrer und Krieger abgespielt habe. Das andere Lager vertritt die Meinung, dass es sich um eine nautische Erkundung der Welt durch eine Vielzahl phönizischer Expeditionen gehandelt haben müsse. Die Erzählung wäre dann von den Phöniziern in die griechischen Mythen importiert worden. Ein weiterer Strang ist die geographische Einordnung, von der die biologischen Fragestellungenabhängen; wie die Tier- und Pflanzenwelt der Irrfahrer aussah, was für Kulturpflanzen rund um das Mittelmeer damals verbreitet waren, welche Haustiere gehalten wurden. Und natürlich, ob die Kyklopen wirklich existiert haben.

 

Am Amtsgericht in Gifhorn arbeitete in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ein Richter, Ernst von Pidde, der die Straftaten im Ring der Nibelungen des Richard Wagner untersuchte, kam zum erschütternden Ergebnis, dass sich praktisch alle zentralen Beteiligten der Begehung zum Teil schwerster Straftaten schuldig gemacht hatten. Ernst von Pidde lieferte die Idee, die Odyssee auf Straftaten ihres Namensgebers zu untersuchen.

 

   

Ergänzungen

1. Auflage 2013, 218 S.

65 Farb.-Abb., 1 SW-Abb.

 

Teilweise Revidierung der Anklage von Straftaten zum Nachteil des Polyphem

(hier als pdf)

VerlagsKG Wolf

ISBN: 978-3-89432-132-1

 

Bei den Kyklopen, Fortsetzung von S. 76: Lokalisierung des Tatortes und

bei Kirke, Fortsetzung von S. 148: Verwandlung der Gefährten in Schweine

(hier als pdf)